„Lasst doch die Kinder Kinder sein!?“ Fortbildung für Fachkräfte zur geschlechtersensiblen Pädagogik
„Lasst doch die Kinder Kinder sein!?“ Fortbildung für Fachkräfte zur geschlechtersensiblen Pädagogik
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„Lasst doch die Kinder Kinder sein!?“
Gendersensible Pädagogik in Kita und Grundschule
Online-Fortbildung für pädagogische Fachkräfte
Dieses Seminar richtet sich an Fachkräfte aus Kitas ebenso wie an Lehrkräfte in Grundschule und OGS, die Kindern mehr Wahlfreiheit eröffnen wollen jenseits der Rosa-Hellblau-Falle.
mit Almut Schnerring
(Trainerin, Beraterin, Autorin der 'Rosa-Hellblau-Falle')
Dienstag, 14. April 2026, 09:00 - 11:00 Uhr
Teilnahmebescheinigung auf Anfrage
(Kosten ggf. beim Arbeitgeber*in einreichen)
- Zielgruppe:
pädagogische Fachkräfte aus Kita & Grundschule, Tageseltern, angehende Erzieher*innen und Grundschul-/OGS-Lehrkräfte.
(Nur für Fachkräfte, Veranstaltungen für Eltern und privat Interessierte bieten wir separat an, siehe in der Termin-Übersicht) - Format:
Inputs, Übungen, Frage- und Diskussionsrunden - Bescheinigung:
Auf Anfrage stellen wir gerne eine Teilnahmebescheinigung aus, die wir im Anschluss an die Veranstaltung per Mail verschicken.
„Alle Kinder sollen die gleichen Chancen haben, zu entdecken, was in
ihnen steckt, und ihre Talente zu entfalten. Die frühe Förderung von
Kindern in der Kinderbetreuung leistet einen wichtigen Beitrag zur
Chancengerechtigkeit.“
(aus dem Gute-KITA-Gesetz, und ähnlich fordern das auch die Bildungspläne der Bundesländer)

Schubladendenken und wie wir ihm entkommen
Spielküche und Blümchen für die einen, Werkbank und Haie für die anderen, denn: „Wir lassen den Kindern die freie Wahl.“ … In Wunsch und Überzeugung sind sich die meisten einig. Doch Geschlechtertrennung im Morgenkreis, rosa-blaue Schultüten und farbsortierte (Ersatz-)Kleidung in Kita oder Grundschule sprechen eine andere Sprache. Gibt es einen Rollback hin zu traditionellen Rollen(vor)bildern oder sind wir heute längst weiter? Welchen Einfluss haben Eltern, andere Kinder und die pädagogischen Fachkräfte? Werden die rosa-blauen Werbebotschaften durch Erwachsene noch verstärkt, oder sind die Interessen eben doch irgendwie angeboren? Und wie verändert die Spielwarenwerbung, das Medien- und Kleidungsangebot den Alltag in Kita und Grundschule?

Pädagogische Fachkräfte stehen vor der dauerhaften Aufgabe, die vielfältigen Lebenslagen von Mädchen und Jungen geschlechtssensibel wahrzunehmen und in ihrem pädagogischen Handeln zu berücksichtigen. Bildungs- und Lehrpläne aller Bundesländer fordern ausdrücklich, mit Kindern über Rollenbilder, geschlechterbezogene Erwartungen und gesellschaftliche Normen ins Gespräch zu kommen. Aber was bedeutet das für die Kita-Praxis und fürs Team, für den Unterrichtsalltag und das Kollegium? Und wie kommuniziert man das mit den Eltern? Welche Übungen eignen sich, welche Medien können unterstützen, wie lässt sich das überhaupt ein einen übervollen Kita-Alltag oder eine Unterrichtsstunde einbinden?
Das Seminar verbindet diese Anforderungen aus Kita und Schule und schafft einen gemeinsamen Raum, um Wissen zu vertiefen, Sicherheit im Umgang mit der Rosa-Hellblau-Falle zu gewinnen und praxisnahe Methoden für eine reflektierte, diskriminierungssensible Bildungsarbeit zu diskutieren.
Hintergrund
Bereits im frühen Kindesalter wird entscheidend vorgeprägt, ob Kinder ihre Interessen, Fähigkeiten und Ausdrucksformen frei entwickeln können – jenseits von Zuschreibungen wie „typisch“, „untypisch“, „normal“ oder „anders“. Pädagogische Bezugspersonen spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie können unterstützen, dass Kinder sich unabhängig von Geschlechterstereotypen entwickeln, oder – oft ungewollt – Begrenzungen verstärken, die später Einfluss auf Lebensentscheidungen, Berufswahl oder Familienvorstellungen haben.

Tatsächlich zeigen sich laut Studien
- Jungen im Schnitt aggressiver, bildungsferner und sozial auffälliger
- Mädchen dagegen in der Regel bildungsnäher, lernfähiger und trotzdem mit weniger Selbstbewusstsein
Was also lernen Jungen in Kita und Schule, dass sie im Beruf mehr Erfolg haben können, trotz schlechterer Schulleistungen? Und was lernen Mädchen, das es ihnen erschwert, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten im späteren Berufsleben um- und durchzusetzen? Was brauchen Jungen, die sich schwer an Gruppenregeln halten können, wie können Mädchen ermutigt werden, sich besser durchzusetzen? Welches Angebot ist hilfreich, welche Zusammenhänge gibt es zwischen frühen Interessen und späterer Berufswahl? Welche pädagogischen Projekte bieten sich an, um geschlechtsspezifische Einschränkungen auszugleichen und Jungen und Mädchen individuell nach Bildungsplan zu fördern.
Wege aus der Rosa-Hellblau-Falle
Eine Veranstaltung, in der diskutiert werden darf über Gene, Steinzeit und Prägung, über Werbung, Schubladendenken und Manipulation. Zweifel und Fragen gerne mitbringen.
DAs gibts auch in Präsenz
… mit Almut Schnerring oder Sascha Verlan bzw. mit beiden als pädagogischer Ganztag, als Workshop, World-Cafe, Team-Coaching oder interaktive Rosa-Hellblau-Falle-Show für großes Publikum. Für alle Zielgruppen, den Fokus passen wir an Ihr Publikum an. Anfragen gerne an kontakt@ equalcare-akademie.de

FAQs
Frage:
Für wen ist dieses Angebot?
Antwort:
Die Veranstaltung richtet sich an pädagogische Fachkräfte aus Kita & Grundschule, Tageseltern, angehende Erzieher*innen und Grundschul-/OGS-Lehrkräfte.
Frage:
Ist das nicht auch was für Eltern?
Antwort:
Als Erzieher*in oder Fachkraft einer Kita oder Grundschule bist du hier genau richtig. Veranstaltungen für Eltern oder privat Interessierte bieten wir zu anderen Terminen an ( s.Übersicht).
Frage:
Ich möchte mit Freund*innen / Kolleg*innen teilnehmen, am selben Bildschirm, geht das?
Antwort:
Ihr könnt Euch natürlich in einem Raum treffen und gemeinsam teilnehmen, bitte bucht trotzdem jeweils ein eigenes Ticket, damit auch diese Variante eine faire ist.
Frage:
Braucht man Vorkenntnisse?
Antwort:
Nein. Wir starten mit einem Input, der alle abholt, sodass der Austausch im Anschluss auf einem ähnlichen Level stattfinden kann.
Frage:
Ich bin nicht sicher, ob mein Kind um die Uhrzeit schon schläft, melde ich mich trotzdem an?
Antwort:
Ja, du kannst trotzdem teilnehmen, dein Kind auf dem Schoß mitbringen oder mit Kopfhörern während der Einschlafbegleitung dabei sein.
Wichtig ist nur, dass du dein Mikrofon auf stumm stellst, wenn du nichts fragst oder beitragen möchtest.
Frage:
Kann mein Mann auch zuhören?
Antwort:
Wenn er als Erzieher arbeitet, sehr gerne. Veranstaltungen für Eltern oder privat Interessierte bieten wir zu anderen Terminen an ( s.Übersicht).
